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Friedrich-Ebert-Schule
Integrierte Gesamtschule und Ganztagsschule am Huthpark
FES - Schwellen runter!

Zum 10. Mal: Schwellen runter

heißt ein Projekt der 8. Klassen, das die Friedrich-Ebert-Schule gemeinsam mit der Jugendhilfe durchgeführt hat. In der vergangenen Woche nahmen vom alle vier 8. Klassen vom 25. bis 29. Mai fünf Tage lang an diesem Projekt teil.

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Was bedeutet „Schwellen runter“? 

In den umliegenden Stadtteilen gibt es über 30 freie und staatliche Einrichtungen der Jugendhilfe, die zur Zusammenarbeit mit Jugendlichen bereit sind. Sie bieten den Jugendlichen Freizeitangebote und Unterstützung in fast allen Problemlagen.

Jugendliche, die ihre Freizeit gern mit anderen verbringen wollen, können Treffpunkte entdecken und erhalten Anregungen. Immer sind Gleichaltrige, aber auch erwachsene Ansprechpartner anwesend. Es gibt die Möglichkeit, Hobbys nachzugehen, Musik zu machen oder an der Hausaufgabenunterstützung und anderen Bildungsprogrammen teilzunehmen.

Jugendlichen in Problemsituationen fehlen oft Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen. Nicht immer wenden sie sich an Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer. Auch die Hilfe-Möglichkeiten Gleichaltriger sind begrenzt. Bei wem sollen sie also Beratung oder Hilfe holen?
In den 4 Projekttagen sollen die Schülerinnen und Schüler Einrichtungen der Jugendhilfe kennen lernen. Sie sollen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie selbst oder ihre Freundinnen und Freunde Information, Beratung oder Unterstützung brauchen.

Nur: Die Einrichtungen sind den meisten Jugendlichen nicht bekannt. Und: Viele haben Schwellen-Ängste, fühlen sich unsicher, ob sie eine Einrichtung aufsuchen oder gar mit ihren Problemen kommen sollen. So hat sich der Arbeitskreis Jugendhilfe-Schule, dem auch die Friedrich-Ebert-Schule angehört, entschlossen, die Schwellen zu senken, Jugendliche zu informieren und sie konsequent an die Jugendhilfe-Einrichtungen heranzuführen.

Das lief folgendermaßen ab:

Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ stellen sich die Einrichtungen vor. Es waren in diesem Jahr sage und schreibe 27! Dort hatten die Einrichtungen ihre Info-Tische aufgebaut und kamen mit den Jugendlichen ins Gespräch. Gesprächsanlässe für die Jugendlichen-Gruppen (bis zu 6 Personen) waren eine allgemeine Information über alle Einrichtungen und eine genaue Information über sechs von ihnen. Zwei fiktive „Fälle“, die die Schülerinnen und Schüler erarbeitet hatten und vorstellten, waren eine Hilfe für die Konzentration auf diese 6 Organisationen. Welche Organisation könnte uns bei der Lösung dieses Falles helfen? Wenn sie fündig geworden waren, wurden Besuchs- und Gesprächstermine ausgemacht.
An den folgenden Tagen wurden die drei ausgewählten Einrichtungen besucht. Die Besuche dauerten mindestens eine Stunde. Neben der Fall-Barbeitung besichtigten die Jugendlichen die Räume, machten teilweise Fotos und schrieben ausführlich mit – für die Dokumentation. Am folgenden, dem fünften, Tag, wird in der Regel auf Plakaten eine Dokumentation erstellt, man hängten sie im Jahrgangsflur aus, informierten sich in einer Präsentation gegenseitig und lädt Schülerinnen und Schüler anderer Jahrgänge ein. Dieser Teil kam in diesem jahr zu kurz, da die Vorbereitung auf das Turnfest den zeitlichen Rahmen einschränkte.
Jugendliche sind immer wieder erstaunt über das Riesen-Angebot in ihrem Stadtteil, über die freundliche und interessierte Aufnahme in den Einrichtungen und über ein weites Spektrum an Beratungs-, Hilfe- und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Wir Lehrerinnen und Lehrer und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe sehen mit Genugtuung, dass es tatsächlich möglich ist, die Schwellen um einige Zentimeter zu senken - vielleicht sind es im Hinblick auf Konfliktlagen die entscheidenden.

Beteiligte Einrichtungen (2009)

Adressenliste als PDF-Datei zum Download


Ambulante Jugendhilfe
ASD (Allgemeiner Sozialer Dienst)
Balance, Beratung und Therapie bei Essstörungen
CVJM – Schülercafé Viva
Deutscher Kinderschutzbund
Erziehungsberatungsstelle im Haus der Volksarbeit
Fem-Mädchenzentrum
Haus Ursula
Infrau
Jugend- und Suchthilfe am Merianplatz
Jugendgerichtshilfe
Jugendhaus Heideplatz
Kinder- Jugend- und Elternberatungsstelle
KuBi
Mafalda
Polizei – 6. Revier
pro familia
SG Bornheim
Startbetrieb FaPrik
Teenie-Club, KIDS e.V., Seckbach
Teenie-Club Ostend
Treff 38/ Milchbar