Nachdem das Buddeln nach den schuleigenen "Krummbeeren" aufgrund der miesen, nieselartigen Witterung Anfang Oktober zweimal verschoben werden musste, meinte es der Wetter- und Kartoffelgott mit uns endlich am Dienstag, den 21.Oktober gnädig.
An diesem kühlen aber trockenen Tag halfen einige eifrige "Zündler" aus
den 7. Klassen bereits in der 6. Stunde an zwei Feuerstellen im Schulgarten
die notwendige Glut zum späteren Braten der Fundstücke zu erzeugen. Der Andrang zu Beginn der Mittagspause war gewaltig. Teilweise gruben und hackten ca. 20 hochmotivierte Jungen und Mädchen gleichzeitig im Kartoffelfeld um die Wette, auf der Suche nach der prächtigsten Knolle.
Glücklicherweise gab es nur eine Leichtverletzte bei dem Gestochere im Erdreich. Es ging jedoch immer friedlich zu und nachdrängenden Buddlern und
Buddlerinnen wurden die Waffen und Werkzeuge schließlich weitergegeben zw.
überlassen.
Nachdem kein Blatt, kein Zweig, keine Knolle mehr zu sehen war, mussten die
dicksten Fundstücke genau betrachtet und abgewogen werden, um festzustellen, wer in diesem Jahr die "Kartoffel des Jahres" aus der fruchtbaren Erde ans Tageslicht befördert hatte. Ein junger Nachwuchsgräber aus dem 5. Schuljahr zog schließlich strahlend mit der Siegerurkunde von dannen. Zur gleichen Zeit drängten sich Dutzende an den beiden Feuern und brieten
ihre Kartoffeln, aßen diese warm oder kalt, roh oder gekocht, pur oder mit
Butter, Quark und Salz. Die eigene Ernte reichte bei diesem Bedarf natürlich
nicht aus, so dass der halbe Zentner aus dem Bestand eines bekannten
Discounters mit dem Buchstaben A, wie "Apfel aus der Erden", bis auf das
letzte Stück seinen Abnehmer fand.
Bis weit in die 8. Stunde hinein dauerte es, bis sich die letzten Schülerinnen und Schüler zurück auf den Weg ins Schulhaus machten. Ihre Spuren vom Tatort bis ins Gebäude waren nicht zu übersehen...Dem Lockruf der Kartoffel kann und wird auch in Zukunft niemand widerstehen können, wenn es wieder heißt: "Heute is(s)t Kartoffelfest in der FES!"
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