Seßhaft werden

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   Beute      Boden      Ernte      Feuer      Getreide      kleiner      Lagerplätze      Samen      sesshafte      Tieren      Vorräte   
Im Laufe von zehntausenden von Jahren hatten die Menschen ihre Jagdmethoden verbessert. Die Jagd brachte nun mehr ein als die notwendige Nahrung für den nächsten Tag. Sie hatten gelernt, durch die Überschüsse haltbar zu machen. Sie hatten nun für Zeiten, in denen kein Wild erreichbar war. So konnten sie jetzt Krankheiten überleben, die früher in Hungerszeiten tödlich waren. Kinder konnten Notzeiten eher überleben.
Die Horden wurden immer größer. Da mehr als 30 Menschen in einer Horde durch Jagd und Sammeln nicht ernährt werden konnten, teilten sich die Horden schneller. Das Jagd- und Sammelgebiet einer Horde wurde also immer . Das war nicht weiter schlimm, weil durch die besseren Jagdmethoden auch kleinere Jagdgebiete genügend lieferten.
Aber die Menschen kamen jetzt häufiger an die gleichen alten zurück. So machte man dann eine merkwürdige Entdeckung:
Erstaunt stellte man fest, dass auf diesen Lagerplätzen Wildgetreide wuchs, obwohl die Menschen sich noch daran erinnern konnten, dass da vorher nichts war.
Wildgetreide wurde von den Frühmenschen gern gesammelt. Es war nahrhaft und die Körner konnte man gut aufheben. Aber es wuchs nicht überall - und jetzt wie ein Geschenk ausgerechnet mitten auf den Lagerplätzen.
Das war ein Rätsel, und wie alle Menschen lösten auch die Menschen in der Steinzeit leidenschaftlich gern Rätsel. Es war doch seltsam - ausgerechnet an den Stellen, an denen sie im letzten Sommer oder Herbst gelagert hatten, wuchs im nächsten Jahr Wildgetreide.
Bis sie erkannten, dass ihre verlorenen Körner den Segen erzeugt hatten, verging Zeit. Als sie aber begriffen hatte, dass ihre Getreidekörner auch waren, nutzten sie diese Erkenntnis. Sie begannen, Körner auszustreuen und in die Erde zu treten, bevor sie ihr Lager verließen. So sorgten sie für einen Vorrat an bei ihrem nächsten Aufenthalt.
Damit waren die Menschen zu einer Entdeckung gekommen, die ihre Lebensweise gründlicher verändern sollte als alles bisher in den letzten 2 Millionen Jahren.
Langsam lernten sie, was die beste Zeit für die Aussaat des Getreides war. Sie lernten, den richtig vorzubereiten, und sie fanden heraus, welche Körner die beste Ernte einbrachten. Sie mussten aber auch feststellen, dass sie die Anbauflächen immer vor und Unkraut schützen mussten, wenn sie eine gute erreichen wollten. Sie mussten also auf dem Land bleiben und konnten nicht mehr den Herden hinterher ziehen. Sie mussten sich entscheiden, ob sie nomadisierende Jäger bleiben oder Bauern werden wollten.